venceremos
»Keine Versöhnung mit Deutschland«
nächste Termine

Jun

20

Jede*r nur ein Buch #II

Buchladen koenig-kurt

Gelunge Feier der Kapitulation Nazi-Deutschlands wird durch eine Abschiebung aus der Bundesrepublik Deutschland überschattet

veröffentlicht am 16. May 2012

Der Tag der Befreiung 2012: Über 400 Menschen feiern den Tag der Befreiung am Elbufer. Überschattet wird der Tag von einer Abschiebung am Hauptbahnhof. Etwa 100 Menschen verzögern die Busabfahrt, Protestierende werden von der Polizei angegriffen.

 

Über 400 Menschen folgten der Einladung der Initiative "Keine Versöhnung mit Deutschland" ans Elbufer und feierten bei Sonnenschein, Musik und Feuerwerk den Jahrestag der bedingungslosen Kapitualation Nazi-Deutschlands. Mit Redebeiträgen und Transparenten richteten sie ihren Dank an alle Menschen, die sich gegen den Nationalsozialismus wandten und somit zum Ende von Shoah, Porejmos, Vernichtungskrieg und Weltherrschaftsphantasien der deutschen Volksgemeinschaft beitrugen. Klara Blum, Sprecherin der Initiative erklärt: "Die Stadt Dresden ignoriert den Tag der Befreiuung, weil er die vermeintliche Opferrolle Dresdens in Frage stellt. Denn der 8. Mai steht symbolisch für die Notwendigkeit Europa vom nationalsozialistischen deutschen Joch zu befreien. Wer das nicht feiert, hat verloren." Den in Dresden gepflegten Opfermythen erteilt Blum eine Absage: "Das Rumgeopfer in Dresden ist nur der Versuch die deutsche Schuld und Verantwortung für den Nationalsozialismus zu relativieren und zu minimieren. Dagegen gilt es ein antifaschistisches Geschichtsverständnis zu stärken."



Wie dringend das nötig ist, zeigte sich auf bittere Art und Weise am selben Abend am Dresdner Hauptbahnhof. Hier wurde die Abschiebung einer jungen Frau und ihrer 3-jährigen Tochter nach Serbien durch die sächsische Polizei durchgesetzt. Etwa 100 Personen protestierten gegen die Abschiebung und forderten mit der Losung "Kein Mensch ist illegal" ein dauerhaftes Bleiberecht. Blum dazu: "Das Grundrecht auf Asyl war eine sogenannte Lehre des Nationalsozialismus. Es ist heute kaum noch etwas wert. Es wurde zugunsten des Mobs in Hoyerswerda und Rostock bis zur Unkenntlichkeit ausgehöhlt." Darin zeigt sich was von der von Politiker_innen gerne betonten historischen Verantwortung Deutschlands zu halten ist. Die Initiative "Keine Versöhnung mit Deutschland" solidarisiert sich mit von Abschiebung Betroffenen und den Protestierenden. "Das Land der NS-TäterInnen schiebt Menschen ab, während Nazis losziehen und Menschen ermorden. Hier hilft kein Zuschauen, sondern nur entschiedenes Eingreifen.."

 

 

Weiter lesen...

 

>> Eröffnungsredebeitrag

>> Redebeitrag zu Entnazifizierung

>> addn.me: Befreiung? Selbstverständlich.

>> addn.me: Proteste gegen Abschiebung einer jungen Roma nach Serbien