May
18
!!!ACHTUNG ACHTUNG ACHTUNG!!!
!!!OAT diese Woche am Freitag!!!
Jun
07
Vortrag mit Referent_innen vom Apabiz Berlin
Zum ersten Mal melden sich die Dresdner Denkmäler selbst mit einer
eindeutigen Botschaft zu Wort: "13. Februar, ein Tag der Befreiung!"
„Der
bisherigen Erinnerung an die Bombardierung Dresdens lag ein
verheerendes Missverständnis zu Grunde, ein Missverständnis, welches bis
zum heutigen Tage fortbesteht. Der Fehler besteht darin, an die
Bombardierung der Stadt als ein zu betrauerndes, ein schreckliches,
geradezu apokalyptisches Ereignis zu erinnern. Dabei ist doch das volle
Gegenteil der Fall: am 13. Februar 1945 rückte die Befreiung der Welt vom
Nationalsozialismus ein weiteres Stück näher. Ohne den erfolgreichen
Luftkrieg der Alliierten in den letzten Kriegsjahren, wozu auch die
Bombardierung Dresdens gehört, hätte die Kapitulation Deutschlands am 8.
Mai 1945 nicht stattfinden können, hätte das zu allem entschlossene
nationalsozialistsiche Deutschland vermutlich noch weit länger sein
Unwesen treiben und seine Verbrechen an der Menschheit verüben können.
Aus diesem Grunde nehmen wir, Denkmäler der Stadt, welche an deren
Bombardierung vor nunmehr 66 Jahren erinnern, den heutigen 8. Mai zum
Anlass, um unsere Freude zum Ausdruck zu bringen. Wir feiern den 8. Mai
als Tag der Befreiung - und wollen darauf hinweisen, dass es den 8. Mai
ohne den 13. Februar nicht gegeben hätte. Folglich sind auch wir,
Denkmäler zur Erinnerung an die Bombardierung der Stadt, nichts anderes
als Orte der Erinnerung an die Befreiung der Welt von den Schrecken des
Nationalsozialismus. Ab heute ist also endgültig Schluss mit den alten
Missverständnissen, wir wollen nicht mehr länger als Mahnmale zur
Erinnerung an die ,Deutschen Opfer' gesehen werden, wir stehen für die
Befreiung und sonst nichts!“
Vom Dresdner
Künstler Wieland Förster im Jahre 1983 erbaut, soll ich seitdem für
„Schock, Verzweiflung und unvorstellbares Entsetzen“ stehen. „Dresden
mahnt“ hat man mir auf den Sockel geschrieben. Doch damit ist nun
Schluss, denn heute lass' ich mir die Freude nicht nehmen, denn auch ich
stehe nicht für Entsetzen, sondern für Befreiung.
Seit
1965 stehe ich nun auf dem Dresdner Heidefriedhof, in einer Reihe mit
Auschwitz, Coventry und Warschau. An die Schrecken des Zweiten
Weltkrieges soll ich erinnern...
... Zu gern hätte ich in all den Jahren
diesen Ort hier verlassen, denn es ist mir eine Qual hier zu stehen, ich
empfinde nichts als Scham. An die Befreiung sollen die Leute denken,
wenn sie mich sehen, daher habe ich heute zumindest einen Anfang gemacht
und mich etwas passender gekleidet.
Seit noch nicht einmal einem Jahr stehe nun auch ich auf diesem unsäglichen
Heidefriedhof. Aus dem Nachlass einer Dresdner Medizinerin finanziert,
als Audruck ihres letzten Willens gewissermaßen, wurde ich hierher
gestellt um den Rest meiner Tage ein Tränenmeer zu vergießen...
... Ganz falsch ist das nicht, nur sind es eben Freudentränen, die mir angesichts
der Bombardierung der Stadt in den Augen stehen. Aus diesem Grund habe
ich mich für den heutigen Tag besonders in Schale geschmissen, genau wie
meine Denkmalsfreunde und zusammen machen wir heute so richtig Party!
Seit
Jahrzehnten schon bin ich eines der wichtigsten Denkmäler zu Erinnerung
an die Bombardierung der Stadt und werde jährlich mit
Kranzniederlegungen im Rahmen nur alt zu verächtlicher
Trauerfeiern gequält. Noch dazu hat man mir diesen Spruch vom
„Höllenfeuer aus Menschenhand“ auf den Leib gezwungen. Heute habe ich
zum Glück, sowie bezeichnenderweise, meine Ruhe und kann meiner
eigentlichen Aufgabe nachgehen: Freude ausstrahlen. Es ist die Freude
über das Ende des Nationalsozialismus, Freude über die Bombardierung
Dresdens, die dieses Ende mit ermöglicht hat.