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Dass sich nichts mehr bewegt – 5. März 2012 – Chemnitz – immer wieder - Naziaufmarsch blocken!
Am 5. März letzten Jahres versuchten hunderte Menschen den Naziaufmarsch zum Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz 1945 aufzuhalten. Gegendemonstrant_innen oder Personen, die nur den Verdacht der Opposition erweckten, sahen sich daraufhin mit körperlichen Übergriffen und Repressalien konfrontiert; Gerichtsprozesse folgten. Betroffene von Polizeigewalt, die juristisch gegen Beamt_innen vorgingen, wurden sofort mit Gegenanzeigen überzogen. Die Auseinandersetzung in der Stadt kulminierte in der Forderung nach Besonnenheit und Ordnung, um im nächsten Jahr einen störungsfreien Ablauf des Naziaufmarsches gewährleisten zu können. Die Kritik am Polizeieinsatz verhallte konsequenzlos und wurde ausgesessen.
Es am 13. Februar richtig krachen lassen...
Eine sehr lesenswerte Broschüre zum "Mythos Dresden" ist erschienen, deswegen wird sie hier dokumentiert und ausdrücklich zum Download empfohlen. Aus dem Editorial:
Wir, das Magazin Der Rechte Rand und ak - analyse & kritik, wollen mit diesem Sonderheft zur Diskussion anregen. Vieles von dem, was in diesem Heft steht, ist jenen, die sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigen, sicherlich nicht neu. Doch Mythen sind hartnäckig, und gerade das beständige Einfordern von thematischer Auseinandersetzung kann Veränderungen bewirken. Auch das hat die Erfahrung in Dresden gezeigt.

Am 13. Februar letzten Jahres formten vor Beginn der Menschenkette mehrere junge Menschen das Wort "Shoah" aus Kerzen vor der Frauenkirche und riefen damit verschiedene Reaktionen bei den Vorübergehenden hervor. Einige wussten nichts mit dem Wort anzufangen, andere stellten gar die kreative Frage ob es nun "dafür oder dagegen" sei, wieder andere vermuteten - um einiges origineller - dass es sich dabei um das Mädchen handeln müsse, welches im Sachsenbad ums Leben kam...
Der 13. Februar rückt unaufhörlich näher, die Gedenkendlosschleife setzt zur nächsten Runde an. Die einzige wirkliche Veränderung stellt die Jahreszahl dar: 2012. Wie jedes Jahr werden sich zahlreiche Bürger_innen und Nazis versammeln, um erst gemeinsam auf dem Heidefriedhof und später am Tag dann allerdings in getrennten Veranstaltungen den „Opfern" der Bombardierung Dresdens zu gedenken.